Baby mit grauen Pupillen © CBM/Hayduk

Eine leuchtende Zukunft für ein blindes Baby

Behutsam wiegt Jestina ihr Bauxerl im Arm. Das Glück der jungen Mutter aus Tansania könnte perfekt sein. Doch sie hat eine große Sorge: Stimmt etwas nicht mit ihrem kleinen Ian? Seine Pupillen sind so hell. Für ihren kleinen Sohn sucht Jestina Hilfe in einer lokalen Klinik.

Hilfe nur in der CBM-Klinik

Arzt untersucht Baby © CBM/Hayduk
Dr. Furahini untersucht den kleinen Ian.

Der Besuch verläuft ganz anders, als Jestina sich erhofft hatte. Denn im Ortskrankenhaus kann das Klinikpersonal dem Baby nicht helfen. Die 28-Jährige bekommt aber eine Überweisung an die CBM-geförderte Kilimandscharo-Klinik in Moshi. Dort soll es Fachärzte geben, die Ians Augen behandeln können.

Das lässt die Mutter neue Hoffnung schöpfen. Doch Moshi ist weit entfernt – Jestina ist mehr als 20 Stunden mit dem Baby unterwegs. In der Kilimandscharo-Klinik untersucht Augenarzt Dr. Godfrey Furahini den drei Monate alten Jungen. "Ian hat auf beiden Augen Grauen Star", wendet er sich anschließend an Jestina: "Den können wir mit einer OP heilen. Das Problem ist aber, dass Ihr Sohn hohes Fieber hat. So können wir ihn unmöglich operieren."

Jestinas Gebete werden erhört

Frau mit Baby auf dem Arm © CBM/Hayduk

Eine Woche verbringen Jestina und Ian in der Klinik. "Hoffentlich geht es ihm bald besser", denkt Jestina und betet viel. Schließlich werden ihre Gebete erhört: Ian hat kein Fieber mehr – er kann operiert werden! Nervös wartet Jestina vor dem OP-Saal. Und dann – es fühlt sich für sie an wie eine Ewigkeit – öffnen sich die Türen und eine Krankenschwester bringt ihren Sohn heraus. Sie lächelt Jestina an: "Es ist alles gut gegangen. Ian wird sehen können!" Für Jestina ist es das schönste Geschenk, das sie sich denken kann.