Mädchen mit einem Augenpflaster © CBM

Schenken Sie Augenlicht und verändern Sie Leben nachhaltig zum Besseren!

Whitney (8) aus Uganda und Mazaga (45) aus Tansania verbindet das gleiche tragische Schicksal: die Augenkrankheit Grauer Star. Beide nehmen die Welt durch einen grauen Nebelschleier nur verschwommen wahr und drohen für immer zu erblinden. Die Christoffel-Blindenmission (CBM) setzt sich im "Graue-Star-Operation"-Projekt dafür ein, dass sie ihr Augenlicht (zurück-) erhalten.

Gemeinsam Grauen Star besiegen

Grauer Star ist die häufigste Ursache für Blindheit. Weltweit sind 12,6 Millionen Menschen daran erblindet. Obwohl die Augenkrankheit vor allem im Alter auftritt, betrifft sie gerade in Entwicklungsländern auch viele Kinder. Gründe dafür sind Infektionskrankheiten während der Schwangerschaft, Mangelernährung oder Vererbung. Die gute Nachricht: Grauer Star ist heilbar. Im CBM-Projekt "Augenlicht schenken" ermöglichen wir Kindern und Erwachsenen eine Graue-Star-Operation, die sie vor Blindheit bewahrt. 

  • 35% aller Erblindungen weltweit gehen auf Grauen Star zurück.

  • 413.468 Graue Star-Operationen wurden 2017 durch CBM-Partner durchgeführt.

  • 30€ kostet die Operation, die einen Menschen wieder sehen lässt.

Ihre Hilfe kommt an – bei Groß und Klein

Als Whitney in der Vorschule war, sah ich zum ersten Mal die weißen Punkte in ihren Augen.

Sarah (Whitneys Mutter)

Und plötzlich wird alles grau

Whitney kommt in Uganda als gesundes Mädchen auf die Welt und lebt ein unbeschwertes Leben mit ihrer Familie. Mit drei Jahren besucht sie die Vorschule und kann schon erste Wörter schreiben. Mit vier Jahren färben sich ihre Augenlinsen aber langsam grau und sie sieht die Welt nur noch wie durch einen Nebelschleier.
Lehrer weisen ihre Mutter darauf hin, dass Whitney immer schlechter sieht und in der Schule nicht mehr richtig mitarbeiten kann. Erst zu diesem Zeitpunkt nimmt ihre Mutter Sarah schockiert die weißen Punkte auf Whitneys Augen wahr.

Whitneys Zukunft steht auf der Kippe

Whitney geht nicht mehr zur Schule, da sie im Unterricht nichts mehr an der Tafel und im Buch erkennt. Auch ihre Mitschüler grenzen sie immer mehr aus. Sie schlagen und beschimpfen sie, weil sie nicht mit ihnen spielen kann und ihnen im Weg steht. Whitney hat nur noch ihre Mutter Sarah und ihre Geschwister als Hilfe. Whitneys einst sichere Zukunft ist in Gefahr, denn die alleinerziehende Mutter hat nicht genug Geld für die augenlichtrettende Operation. Sarah betet jeden Tag für ihre kleine Tochter, denn sie macht sich große Sorgen um Whitney: "Ihr Leben wird nicht einfach sein … und irgendwann werde ich nicht mehr da sein, um ihr zu helfen. Was wird dann mit ihr passieren?"

Mädchen bei der Augenuntersuchung © CBM

Gebete werden erhört

Whitneys Mutter gibt nicht auf und sucht weiter nach Hilfe für ihre kleine Tochter. In der CBM-geförderten Mengo-Augenklinik in Kampala findet Sarah endlich die Hilfe, die sie für ihre Tochter braucht. Die Ärzte untersuchen Whitneys Augen und stellen schnell fest, dass sie sie umgehend operieren müssen. Sie soll die Graue-Star-Operation kostenlos erhalten – nur dank CBM-Spenderinnen und Spendern.

Am Tag vor dem Operationstermin machen sich Whitney und ihre Mutter schon sehr früh auf den Weg in die 30 Kilometer entfernte Mengo-Augenklinik. Whitneys Mutter spürt während der Fahrt, wie aufgeregt und nervös ihre Tochter ist. In der Klinik angekommen, nimmt sie Whitney an die Hand und leitet sie die unbekannten Flure entlang. Augenärztin Dr. Christine Nabatanzi untersucht Whitneys Augen und bespricht mit Mutter und Tochter die einzelnen Schritte vor und nach der 15-minütigen Operation. 

Mädchen nach einer Augenoperation © CBM

Augenlicht gerettet, Zukunft gesichert

Nach der Operation wartet Sarah darauf, dass ihre Tochter aufwacht. Alles ist gut verlaufen. Sarah ist sehr froh und erleichtert und will ihre Dankbarkeit zeigen. Sie stellt zwei Körbe mit frischem Obst und Gemüse bereit: "Ich danke allen, die die OP von Whitney möglich machten."

Für Whitney fängt ein neues Leben erst an. Sie kann endlich wieder sehen. Schon nach der Operation erkennt sie ihre Mutter wieder deutlicher als in den vier Jahren zuvor. Sie kann jetzt wieder zur Schule gehen und lesen, was an der Tafel steht. Mit neugierigen Kinderaugen erkundet sie jeden Tag ihre Umgebung – ganz ohne Hilfe. Worüber sie sich aber am allermeisten freut, seit sie ihr Augenlicht wieder hat, sind ihre Freunde. Gemeinsam toben und lachen sie vergnügt und rennen zum Brunnen. Whitney ist wieder eine von ihnen und nicht mehr ausgestoßen.

Hilfe für Mazaga aus Tansania

Ich bin so glücklich, weil ich wieder arbeiten kann.

Mazaga Mahorosho (45)

Auch das Leben von Mazaga wendet sich dank CBM-Spenderinnen und -Spendern dauerhaft zum Besseren. Der Vater von fünf Kindern ist so gut wie blind, da Grauer Star seine Linsen trübt. Seine Krankheit wirkt sich kritisch auf die Versorgung seiner Familie aus. Mazaga reist normalerweise auf dem Motorrad durch Dörfer und kauft Getreide und Mais ein, das er auf dem Markt in Daressalam verkauft. Damit sichert er den Lebensunterhalt seiner Familie. Durch den Grauen Star kann er nicht mehr arbeiten und sein Geschäft kommt vollständig zum Erliegen. Die Familie muss jetzt von ihrem Ersparten leben, aber dies ist schnell aufgebraucht. Mazaga und seine Frau haben große Angst vor der Zukunft: "Ich bete, dass wir Hilfe bekommen, bevor uns das Geld ausgeht", sagt Mazaga. "Wir müssen jetzt die Lebensmittelvorräte rationieren." Wenn seiner Familie das Essen ausgeht, muss sie hungern.

 

Mann sitzt im Krankenbett © CBM

Eine OP rettet die ganze Familie

Hoffnung macht sich bei Mazaga und seiner Familie breit, als er von einer Klinik in Daressalam hört. Er erfährt, dass dort zwei einfache Operationen sein Augenlicht – und seine Familie – retten können. Im CBM-geförderten CCBRT-Krankenhaus mit Augenabteilung in Daressalam lässt er seine Augen untersuchen. Der Augenarzt Dr. Karlenza legt den OP-Termin für den nächsten Tag fest. Nach der OP kann Mazaga wieder einwandfrei sehen. Die Unterstützung der CBM hat nicht nur sein Augenlicht, sondern auch die Existenz seiner Familie gerettet. Er ist überglücklich, denn er hätte vor der OP nie erwartet, dass 15 Minuten sein ganzes Leben zum Besseren wenden können.