• Eine lächelnde afrikanische Frau hat ein Kleinkind auf dem Arm. © CBM

Afrika – ein Kontinent im Kampf gegen Armut

Kein Mensch soll wegen einer Behinderung benachteiligt werden. Dies ist seit mehr als 100 Jahren das Motto der Christoffel-Blindenmission (CBM). In Hilfsprojekten in Afrika kämpfen wir dafür, dass sich das Leben von Menschen mit Behinderungen grundlegend und dauerhaft zum Positiven wendet. Der Kreislauf von Armut und Behinderung in den ärmsten Regionen der Welt kann durchbrochen werden – dafür setzen wir uns gemeinsam mit unseren Unterstützerinnen und Unterstützern ein!

Die CBM ist eine Entwicklungshilfeorganisation, die sich für das Wohlergehen und die Rechte behinderter Menschen in Entwicklungsländern einsetzt. Neben der Förderung von medizinisch-rehabilitativen Hilfsprojekten unterstützt die CBM den Ausbau von Gesundheitssystemen und leistet Aufklärungsarbeit. Ziel ist es, eine Welt zu schaffen, in der Menschen mit und ohne Behinderung auf Augenhöhe miteinander leben, lernen und arbeiten können.

Ein afrikanischer Mann steht mit zwei Buben im Arm auf einem grünen Feld. © CBM/Hayduk
Jean aus der Demokratischen Republik Kongo hält seine Söhne Zakayo (13) und Tuizere (8) fest im Arm. Die Brüder wurden beide mit Klumpfüßen geboren. Gemeinsam mit einem lokalen Partner konnte die CBM den Kindern durch eine OP helfen.

Unzählige Menschen in Afrika leben in großer Not

Afrika gilt als der ärmste Kontinent unserer Erde. Zahlreiche Menschen leben dort unterhalb der Armutsgrenze und müssen täglich mit weniger als 1,90 US-Dollar zurechtkommen. Das trifft beispielsweise in Tansania auf etwa die Hälfte der Bevölkerung zu. Die Gründe für hohe Armutsraten sind vielfältig. Durch extreme Wetterbedingungen werden immer wieder Ernten und damit wichtige Nahrungsgrundlagen zerstört. Die Folge: Unterernährung, die körperliche und geistige Behinderungen auslösen kann. Auch schlechte Wasserversorgung und Hygienestandards stellen ein großes Gesundheitsrisiko dar. In Tansania kommt auf 10.000 Menschen aber laut WHO gerade mal ein Mediziner (2018) und die wenigen Krankenhäuser sind für Betroffene häufig viel zu weit entfernt. Eine Behandlung ist daher meist unmöglich.

Wer erst einmal von Armut betroffen ist, hat kaum Chancen auf eine bessere Zukunft. Dabei sind Menschen mit Behinderungen von der Armut besonders schlimm betroffen. Um ihnen zu helfen, unterstützt die CBM in Afrika viele Hilfsprojekte.

 

 

Die Hilfsprojekte der Christoffel-Blindenmission

  • 1967 Seit 1967 ist die CBM auf dem afrikanischen Kontinent tätig.

  • 250 Hilfsprojekte unterstützt die CBM in Afrika (Stand 2023).

  • 21 In 21 Ländern Afrikas werden Menschen mit Behinderungen gefördert (Stand 2023).

Eine in eine Decke eingehüllte Frau und ein Kleinkind sitzen auf einem Bett unter einem Moskitonetz. © CBM/Hartung
Dank der Unterstützung von Spenderinnen und Spendern ist Ghana heute trachomfrei. In anderen afrikanischen Ländern geht der Kampf gegen die gefährliche Augenkrankheit allerdings weiter. Hier führt die CBM regelmäßig Lidoperationen durch. Medina (r.) aus Äthiopien kann auf ihrem rechten Auge dank einer solchen OP wieder sehen.

In Afrika sind viele Menschen von einer Behinderung betroffen, insbesondere Sehbehinderungen treten sehr häufig auf. Das Ziel der CBM ist es, mit verschiedenen augenmedizinischen Hilfsprojekten Menschen mit einer Sehbehinderung zu helfen. Beispielsweise haben wir in Kamerun den Aufbau des Magrabi ICO Cameroon Eye Institute (MICEI) unterstützt – die erste Augenklinik des Landes, in der komplizierte Augenerkrankungen behandelt werden können. Durch umfangreiche Kontrollprogramme konnten wir außerdem dazu beitragen, dass Ghana heute vollständig von der gefährlichen Augenkrankheit Trachom befreit ist.

Auch bei HNO-Erkrankungen konnten wir dazu beitragen, die Gesundheitssysteme zu verbessern. In Sambia hat die CBM beispielsweise daran mitgearbeitet, eine effektive nationale HNO-Strategie auf den Weg zu bringen. Und in Malawi hat die CBM eine HNO-Klinik gefördert, in der Ohrenoperationen erstmals von speziell ausgebildeten Fachärzten durchgeführt werden. Solche Meilensteine können wir nur durch die Hilfe unserer Spenderinnen und Spender erreichen, die uns dabei unterstützen, das Leben von Menschen mit Behinderungen zum Positiven zu wenden.