Ein Mann schaut mit einer Taschenlampe in das Auge eines kleinen Jungen. © CBM

Sehbehinderungen: ein Leben ohne Augenlicht

Weltweit gibt es Millionen blinde und sehbehinderte Menschen. Ein Großteil von ihnen lebt in Entwicklungsländern – dort, wo die Armut am größten ist und die Gesundheitsversorgung unzureichend. Die Christoffel-Blindenmission (CBM) trägt mit ihren Spenderinnen und Spendern dazu bei, dass sich die medizinische, aber auch die Reha-Versorgung für blinde und sehbehinderte Menschen verbessert.

  • 295 Mio. Menschen weltweit sind mittelgradig bis stark sehbehindert

  • 90% Bei mehr als 90 Prozent aller Menschen mit Sehbehinderung ist deren Ursache vermeidbar oder behandelbar

  • 90% aller Menschen mit Sehbehinderungen leben in einkommensschwachen Ländern

Warum sind gerade in Entwicklungsländern zahlreiche Menschen von Blindheit und Sehbehinderung betroffen?
Schwierige Lebensverhältnisse und unzureichende Gesundheitssysteme führen zu schlechten Hygiene-Standards, Mangelernährung und Erkrankungen. Ohne medizinische Versorgung schreiten diese ungehindert fort und können zu Blindheit führen.

Die CBM im Kampf gegen Sehbehinderungen

Die CBM ist mit ihren Partnern in Entwicklungsländern tätig, um gefährdeten oder betroffenen Menschen zu helfen. Konkret sieht die Arbeit vor Ort so aus: Unsere lokalen Partner gehen in Schulen und Dörfer, um Kinder und Erwachsene augenmedizinisch zu untersuchen und über Hygiene aufzuklären. Stellen sie bei jemandem eine Augenerkrankung fest, ermöglichen sie eine Behandlung. Unsere Arbeit im medizinischen Bereich umfasst:

  • Untersuchungen
  • Behandlung von Augenkrankheiten
  • Operationen
  • Hilfsmittel wie Brillen etc.
  • Auf- und Ausbau von Augenkliniken
  • Aus- und Fortbildung von Augenärzten und Optikern

 

Vermeidbare Sehbehinderungen: Die Präventionsarbeit der CBM

Damit Menschen erst gar keine Augenkrankheit bekommen und um Erkrankungen frühzeitig erkennen und behandeln zu können, arbeitet die CBM auch präventiv. Denn je früher Krankheiten erkannt werden, desto größer sind die Heilungschancen. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) könnten zwei Drittel aller Menschen mit Sehbehinderungen durch einfache Maßnahmen wieder gut sehen.

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"VISION 2020 – Das Recht auf Augenlicht" ist eine Initiative, die vermeidbare Blindheit bis zum Jahr 2020 beseitigen will.

Vernachlässigte Tropenkrankheiten

Gerade vernachlässigte Tropenkrankheiten (Neglected Tropical Diseases/NTD) – zu denen auch Trachom und Flussblindheit zählen – können durch vorbeugende Maßnahmen verhindert werden. Auslöser für NTD sind häufig mangelnde Hygiene und unzureichende ärztliche Versorgung. Würden diese Probleme behoben, könnten die vernachlässigten Tropenkrankheiten sogar ganz besiegt werden.

Weltweite Kampagne: Blindheit stoppen

Auf Initiative der CBM und in enger Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) entstand 1999 die weltweite Kampagne "VISION 2020 – das Recht auf Augenlicht", um vermeidbare Blindheit einzudämmen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Bekämpfung der Blindheitsursache Grauer Star.